Rückblick 2007

Heute ist der 1.1.2008 und meiner Meinung nach ein perfekter Augenblick für einen Rückblick für das Jahr 2007! Dazu muss ich sagen, dass das Jahr 2007 all die Jahre davor soetwas wie ein Fixpunkt für mich gewesen ist auf den ich, ohne wirklich davon zu wissen, drauf hingearbeitet habe. In diesem Jahr sollte ich nämlich mein Abschluss machen mit der allgemeinen Hochschulreife. Dieses war bisher mein einziges Ziel gewesen in meinem Leben. Ich wusste zwar nie was genau ich damit dann in meinem Leben anfangen sollte und darüber nachgedacht, dass man ja das Abitur mit bestimmten Zielen für die Zukunft macht, habe ich eigentlich auch nie. Ich wollt es einfach machen um es mir selbst zu beweisen und weil es irgendwie gut ankam. Deshalb konnte ich mir die Zeit danach überhaupt nicht vorstellen, weshalb mir 2007 immer wie in irgendeiner dunkle Wolke vorkam ein schwarzes Loch wo man nicht weis was einen erwartet.

Also 2007: ich schaffte letztendlich mein Abitur. Bei einigen Fächern mit sehr viel Mühe und stundenlanger schweistreibender Arbeit am Schreibtisch bei anderen holte ich meine Punkte mühelos mit ein bischen Freundlichkeit. Das traurige ist die schwierigen Fächer haben mir so viel Kraft gekostet, sodass ich mich noch nicht mal auf die schönen Dinge des Abschlusses konzentrieren konnte. ich habe aber immerhin ein kleines Video von den letzten Tagen in der Schule und meinen Freunden gedreht, die ich leider im weiteren Verlauf von 2007 fast nicht mehr gesehen habe. Denn nach dem Abschluss haben irgendwie alle sich nur noch um ihre Zukunft gekümmert für alte Freundschaften blieb eigentlich gar keine Zeit oder Lust.

Für mich fing auch ein ganz neues Leben an. Ich habe die ganze Zeit Panik geschoben, weil ich Angst davor hatte nach dem Abitur nichts zu haben, also keine Arbeits- oder Ausbildungsstelle zu haben. Studieren wollte ich anfangs nicht, da ich mir bei meinem Abi gesagt habe, wenn ich eine drei in irgendeinem Hauptfach habe gehe ich nicht studieren, da es mich zu viel Kraft kostet. So kam das dann auch. Und da ich mich ja so beeilt hatte mit der Ausbildungsstelle bewarb ich mich dann sogar auch als Bürokauffrau, was ja eigentlich unter dem Abiniveau liegt, und bekam einen Praktikumsplatz, direkt nach dem Abitur, also ein Monat später. Davor fuhr ich noch mit meinen drei besten Freundinnen in einen kurzen Urlaub der Entspannung und Erholung.

Mit der Ausbildung war es dann ein einziges hin und her. Toll hatte es angefangen. Denn nach kurzer Zeit durfte ich dann trotz einer Praktikantenstellung eigenverantwortlich arbeiten, da die richtige Angestellte und halbtags da war und ich deshalb oft für einen halben Tag die Verwaltung und Rezeption selbst übernehmen konnte. Als meine Ausbilderin aber kündigte und ich eine andere "Vorgesetzte" bekam, die genauso alt war wie ich und mir plötzlich alles vorschrieb und meine angeeigneten Kenntnisse als Tips nicht annahm und mich sozusagen nicht vollnahm, da ich ja nur eine praktikanitn war fingen die Probleme an. Ich konnte mich nicht damit abfinden, da ich für dumm verkauft worden bin und dann plötzlich nur noch Deppenarbeiten machen durfte den halben Tag und denn restlichen Tag dann die restliche Arbeit. Also entschied ich mich kurzfristig zu studieren. Ich wollt wie gesagt Geographie studieren, für was anderes hielt mich mich nicht stark genug außerdem wollte ich es aus Überzeugung studieren, weil ich dachte damit etwas gutes tun zu können. Für die Umwelt, die Tiere und die Menschheit selbst. Wir hatten 2007 eine schlimme Hitzewelle im April. Alles trocknete aus, die Wälder brandten, es war sogar Grillverbot in einigen. Davor hatten wir im Januar einen schlimmen Orkan, der sehr viel Wälder verwüstete und durch seine Hinterlassenschaft auf dem Boden brandten die Wälder natürlich noch besser, weil viel Unterholz trocken auf dem Boden lag. Was ich damit sagen wollte war, dass mir alles so schrecklich leid getan hatte. Das hört sich zwar dumm an, aber wenn ich die Bäume so anschaute und die Tiere, die so sehr unter dieser Umweltveränderung litten, es ist nämlich nicht normal, dass es so warm ist im April, bedrückte mich irgendwie eine Trauer. Also wollte ich Geographie studieren.

Also kündigte ich nach fast drei Monaten, schrieb Bewerbung an Unis und wurde zu einem Gespräch bei meiner Chefin eingeladen. Bei dieser beschwerte ich mich über das Verhalten meiner Person gegenüber, diese gab mir dann die Chance noch bis zum Ende des Monats auch noch eine andere Abteilung kennen zu lernen, die ich annahm aus welchem Grund auch immer, denn alle meine Liebsten sagten mir ich sollte sofort gehen. Dort hatte ich zwar nicht im entferntesten so interessante und anspruchsvolle Aufgaben zu machen wie in der anderen Abteilung, aber die Frau dort nahm mich mit einer besonderen Freundlichkeit auf, dass ich mich trotzdem sehr wohl fühlte. Also blieb ich, da ich mein Praktikum zu ende machen wollte, das nur noch einen Monat ging und außerdem noch nichts von den Unis da war. Letztendlich unterschrieb ich auch meinen Lehrvertrag.

Dann kam die erste Bestätigung von einer Universität. Ich war angenommen worden, aber irgendwie schienen alle verwirrt zu sein, vor allen Dingen ich selbst, weil ich doch hier schon unterschrieben hatte und eigentlich gar nicht damit gerechnet hatte, weil ich mir es irgendwie in meinem Unterbewusstsein nicht zugetraut hatte, also saß ich da und schrieb lauter pro und contra Zettelchen und traute mir das einfach nicht zu, wusste plötzlich gar nicht was damit anzufangen war und die Ausbildung, wo ich vorher immer dachte ich würde verdummen, war plötzlich ganz ok. Also entschied ich unter lauter Tränen gegen mein Gewissen und meinen Vorsatz gutes für die Welt zu tun gegen ein Studium und sagte mir, wenn ich bei der zweiten Uni auch genommen werde gehe ich dorthin studieren, weil es dann ein Zeichen ist, jeder weis welches. Dort hatte ich dann ein Vorstellungsgespräch und wurde auch dort genommen, ich habe mir natürlich auch da viele Gedanken gemacht und habe ich dann auch da gegen entschieden, gegen meine guten Vorsetze, gegen die Unterstützung und Ratschläge studieren zu gehen von all meinen Freunden und natürlich meiner Familie, sogar meine Mama, die für die Ausbildung war sagte mir ich soll studieren gehen, ich entschied mich aber gegen mein Versprechen.

Dies viel mir aber gar nicht leicht, ich war eigentlich ein lebendiges Frack. Tag und Nacht kamen mir Tränen, weil ich dachte gegen meine bestimmung gehandelt gahabt zu haben. Mit der Zeit legte sich das aber, obwohl ich mich immer noch schlecht fühle, ich habe zwar keine Albtraume mehr aber so ein komisches Gefühl in meiner Bauchdecke, als ob mir schlecht wäre den ganzen Tag ist geblieben. Und das schlechte Gewissen.

Als ob das dann nicht alles wäre lud man mich dann am Ende meiner zweiten Probezeit wieder zum Gespräch ein und die Chefin fragte mich, ob ich nicht doch studieren gehen möchte, also dass ich gucken sollte, da ich evtl. meine Ausbildungschance verlieren könnte, da meine Arbeitshaltung nicht stimmte, da ich viel zu viel selbst übernehmen wolle, und mir dinge erlaube, die nicht in meinem Aufgabengebiet liegen. Da hatte sie natürlich recht, aber in der dritten Abteilung in der ich bereits gelandet war konnte ich mich genauso wie in der ersten nicht  mit der Arbeitshaltung der Kollegen abfinden, weshalb ich versucht habe sie drauf hinzuweisen, oder es anders zu machen, was aber nicht erwünscht war, trotzdessen, dass ich in der jetztigen Abteilung mich schon mit meiner niedrigen Position abgefunden hatte und mir das Verhalten mir gegenüber, das genauso war wie in der ersten Abteilung gar nichts mehr ausgemacht hatte.

Meine Chance auch diesmal abzuspringen nutzte ich auch diesmal nicht, weil ich wieder Angst hatte nichts zu haben und wie ein Versager dazustehen. Ich wollte ja immer hin nur noch eins: einen Beruf zu erlernen mit dem ich mich selbst versogen konnte um eine kleine Absicherung für die Zukunft zu haben. Dies habe ich dann auch erreicht, ich bin immer noch dabei und darf meine Ausbildung beenden.

 

 

2.1.08 02:11

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